10 Tipps zur Einschulung

Was kann ich tun, um meinem Kind den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu erleichtern?

Wichtig ist es, dass die Kinder an einen ritualisierten Tagesablauf gewöhnt sind. Die Schule beginnt früh und obwohl wir einen gleitenden Schulanfang haben, müssen die Kinder zu einer bestimmten Zeit in der Schule sein. Der Tag soll ja nicht schon stressig beginnen. Frühstücken, Zähneputzen, Anziehen, das sind keine neuen Herausforderungen, aber der Schulweg, die neuen Räume, neue Kinder, neue Bezugspersonen, ein neues Gebäude – viele neue Erfahrungen kommen auf Ihr Kind zu. 

Welche Fähigkeiten sollen die Eltern vor der Einschulung trainieren?

Kinder spielen gern. Das ist ihre Hauptbeschäftigung. Draußen im Freien, im Wald, auf dem Spielplatz. Dort entwickeln sich unzählige motorische und soziale Fähigkeiten, die auch für den Start in die Schule wichtig sind. Toll ist es auch, wenn Eltern zum Beispiel Brettspiele mit ihren Kindern spielen. Der Klassiker „Mensch ärgere Dich nicht“ ist eine gute Vorbereitung auf die Schule. Die Kinder lernen spielerisch den Umgang mit Mengen. Sie müssen bis sechs zählen und ihre Figur selbst setzen. Gewinnen und verlieren, nicht die Geduld verlieren, eine Sache zu Ende führen, dies alles sind Dinge, die Kinder im Spielen trainieren. Manche Sachen sind schwierig. Und diese Erfahrung, dass etwas schwierig ist, müssen Kinder auch aushalten können. Das kann man beim Brettspielen gut üben.

Wie lange dauern die Hausaufgaben?

Die Kinder im 1. und 2. Schuljahr sollen pro Tag nicht länger als 30 Minuten konzentriert an den Hausaufgaben arbeiten. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind häufig deutlich länger an den Hausaufgaben sitzt, sollten Sie der Lehrerin oder dem Lehrer dies mitteilen. Dann wird gemeinsam nach den Ursachen gesucht. Manchmal ist’s die Tagesform, die bei einem Kind nicht immer gleich ist. Manchmal hat das Kind morgens etwas nicht verstanden. Dann ist es wichtig, dass die Lehrerin oder der Lehrer dies erfährt.

Wie kann ich mein Kind stark machen – die Persönlichkeit stärken?

Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu und vertrauen Sie auf Ihr Kind!
Kinder, die in die Schule kommen, haben bereits vielfältige und grundlegende Lernprozesse bewältigt. Sie haben dabei auch Fähigkeiten erworben, die für den Schulstart besonders wichtig sind:
– sie haben sprechen gelernt
– sie haben laufen gelernt
– sie haben gelernt sich von Mama und Papa zu trennen
– sie haben ihre sozialen Fähigkeiten im Kindergarten ausgeprägt
– ….
Dies alles war möglich, weil Sie als Eltern Ihren Kindern dies zugetraut haben. So, wie die ersten Schritte und die ersten Wörter begeistert von Ihnen gefeiert wurden, so sollen alle kleinen und großen Erfolge auf dem Weg zur Selbstständigkeit von Ihnen gefeiert werden. Dies erfordert manchmal Geduld und Zeit – aber es lohnt sich.

Wie mache ich mein Kind selbstständig?

Selbstständigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulstart. Unter Selbstständigkeit verstehen wir, dass ein Kind sich alleine an- und ausziehen kann, dass es seine Schuhe wechseln kann, dass es seine Sachen aus- und einräumen kann, dass es kleine Aufträge ohne Hilfe erfüllen kann (z. B. zum Bäcker gehen), aber auch, dass es in den Tagesablauf mit einbezogen wird und so viel wie möglich alleine erledigen kann.

Wie läuft die Anmeldung ab? Wie geht es danach weiter?

  • Sie haben von der Stadt eine Wunschliste erhalten, die sie mit Ihrem
    Wunsch an die Stadt zurückschicken.
  • Die Schule bekommt die Information von der Stadt, welche Eltern die KGS Hinsbeck als Schule wünschen.
  • Wir laden Sie als Eltern zur Schulanmeldung ein und lernen uns kennen. Dabei können wir wichtige Dinge miteinander besprechen.
  • Im November sehen wir in Kooperation mit der Kita Ihr Kind zur Einschulungsdiagnostik „Mit Mirola durch den Zauberwald“.
  • Um Ostern herum bekommen Sie die Zusage, dass Ihr Kind an der KGS Hinsbeck eingeschult wird. Ungefähr zur gleichen Zeit wird die Bestätigung zur Aufnahme in die OGS von der Stadt Nettetal verschickt.
  • Im Juni findet ein Informationsabend für alle Eltern der Schulneulinge statt (wenn es das Pandemie-Geschehen wieder zulässt).

Was ist jahrgangsübergreifender Unterricht?

Im jahrgangsübergreifenden Unterricht lernen die Kinder der 1. und 2. Klasse und die Kinder der 3. und 4. Klasse gemeinsam. An die Stelle eines lehrerzentrierten Frontalunterrichts treten Formen schülerzentrierten Lernens. Dabei stehen die Lernaktivitäten der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Die Lehrkraft bietet Hilfestellung an, begleitet, unterstützt, berät, motiviert und fördert. Dabei ist nicht der Ausgleich der Unterschiede das Ziel, sondern das Ausschöpfen der Lernmöglichkeiten eines jeden einzelnen Kindes.

Merkmale des jahrgangsübergreifenden Unterrichts sind:

  • Innere Differenzierung mit weitgehender Selbststeuerung
  • Förderung aller Kinder entsprechend ihres individuellen Lern- und Entwicklungsstandes
  • Soziales Lernen in Alters- und Entwicklungsheterogenität, miteinander und voneinander lernen
  • Nutzung der sozialen Erfahrungen für die Entwicklung und das Lernen
  • Individualisierung als Lernprinzip, Nutzung neuer Lernformen
  • Ermöglichung und Förderung von Kooperation und kommunikativem Lernen (Jüngere und Ältere regen sich gegenseitig an, u.a. weil Kinder einander in der Sprach- und Erklärungsebene nahe sind.
  • Individueller Verbleib in der aktuellen Lerngruppe, kein Gruppenwechsel bei dreijährigem Verbleib; bei Schwierigkeiten sowie bei besonderen Begabungen des Kindes besteht die Möglichkeit gezielter Förderung in diesen Bereichen.
  • Differenzierung und ggf. längerer Verbleib statt „Sitzenbleiben“
  • Erwerb eines methodischen Repertoires für kooperatives Handeln
  • Längerfristige Planung, themenbezogen und differenziert in den Anforderungen
  • Selbstverantwortliches Lernen als Prinzip, an dem sich alle Lernarrangements orientieren.

Welche Vorteile hat die Altersmischung?

Altersmischung ist für inhaltsbezogenes und methodenbezogenes Lernen so förderlich wie für das soziale Lernen. Die Anlässe dazu ergeben sich ganz natürlich:

  • Eine sozial gefestigte Gruppe nimmt eine kleine Gruppe Neuer auf.
  • Die Kinder lernen voneinander wie bei Geschwistern.
  • Ältere Schülerinnen und Schüler werden zu Experten und Lernhelfer für jüngere.
  • Jüngere lernen von den Älteren, sie profitieren von deren Kenntnissen und Wissen und erlernen gleichzeitig auch wirkungsvolle Lernmethoden.
  • Jüngere übernehmen von Älteren Rituale und andere förderliche Verhaltensschemata.
  • Gegenseitige Erziehung zur Rücksichtnahme findet in erhöhtem Maße statt.
  • Es ist eine geringere Bedeutung von Rangfolgen zu beobachten.
  • Die gegenseitige Akzeptanz steigt, es ergeben sich größere Chancen für Erfolgserlebnisse.
  • Patenschaften, Helfersysteme, Partnerarbeit, Kooperation gewinnen eine große Bedeutung.

Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es?

An der KGS Hinsbeck gibt es das Betreuungsangebot „Panama“ im Anschluss an den Unterricht an den Unterricht bis 13.15 Uhr. In der Panama-Betreuung spielen, basteln und bewegen sich die Kinder. Außerdem gibt es die offene Ganztagsschule unter der Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes. Die Kinder werden nach dem Unterricht bis maximal 16.00 Uhr betreut.
„Offen“ heißt: Schule ist mehr als Unterricht, sie wird zum Lern- und Lebensraum für die Kinder. Kinder sind auch außerhalb des Unterrichts wissbegierig und wollen weiter lernen.
Deshalb werden die Kinder auch nach dem Unterricht pädagogisch begleitet, machen in der Lernzeit ihre Hausaufgaben, essen gemeinsam und verbringen gemeinsam den Nachmittag. Dabei ist es das Ziel

  • Schüler/innen in ihrer gesamten Person fördern und fordern.
  • Hilfen geben zur selbstständigen und selbstverantwortlichen Bewältigung ihrer schulischen und sozialen Situation.
  • Unterstützung in der Ausbildung ihrer Stärken und Fähigkeiten.
  • Wahrnehmung und Steuerung von Emotionen.
  • Stärkung der Gemeinschaftsfähigkeit.

Wann beginnt und endet der Unterricht?

Der Unterricht beginnt offiziell um 8.00 Uhr. Jedoch unterrichten wir seit Jahren mit offenem Unterrichtsbeginn. Die Kinder können ab 7.45 Uhr in ihren Klassenraum, um sich dort in Freiarbeit oder mit dem Wochenplan zu beschäftigen. Um 9.30 Uhr gehen die Kinder in die Hofpause und spielen und bewegen sich. Anschließend geht es von 9.50 Uhr bis 10.00 Uhr in die Frühstückspause. Wir essen gemeinsam, lesen aus einem Buch vor oder unterhalten uns über gemeinsame Erlebnisse in der Pause.
Im Anschluss an die vierte Unterrichtsstunde haben die Kinder von 11.30 Uhr bis 11.45 Uhr eine weitere Hofpause. Die sechste Stunde endet um 13.15 Uhr.

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